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Ist die Natriumionen-Energiespeicherung die nächste große Chance?

Es ist offensichtlich, dass das Potenzial des neuen Energiesektors höher ist als erwartet, da weiterhin Kapital in Strömen fließt, scheinbar auf der Suche nach der nächsten "Contemporary Amperex Technology" oder "BYD".

Überblick
Natriumionen-Akkus (kurz: Natrium-Akkus) sind wiederaufladbare Akkus, die durch den Transport von Natriumionen zwischen Kathode und Anode während des Lade- und Entladevorgangs funktionieren. Ihr Funktionsprinzip und Aufbau ähneln den weit verbreiteten Lithiumionen-Akkus.

Sowohl Natrium als auch Lithium gehören zur selben Elementgruppe und weisen ein ähnliches elektrochemisches Lade- und Entladeverhalten auf, das an einen Schaukelstuhl erinnert. Beim Laden einer Natriumionenbatterie lösen sich Natriumionen von der Kathode und lagern sich in die Anode ein, während Elektronen durch den externen Stromkreis fließen. Je mehr Natriumionen sich in der Anode befinden, desto höher ist die Ladekapazität. Umgekehrt kehren beim Entladen Natriumionen von der Anode zur Kathode zurück, wodurch die Entladekapazität mit zunehmender Anzahl zurückkehrender Natriumionen steigt.

Funktionsprinzip
Das Funktionsprinzip von Natriumionen-Batterien ähnelt dem von Lithiumionen-Batterien: Durch das Ein- und Auslagern von Natriumionen findet ein Ladungstransport statt. Während der Entladung wandern Natriumionen aus dem Anodenmaterial in das Kathodenmaterial, wobei Elektronen von der Anode zur Kathode fließen und Energie freisetzen.

Beim Ladevorgang lösen sich Natriumionen vom Kathodenmaterial und wandern durch den Elektrolyten in das Anodenmaterial, während Elektronen über den externen Stromkreis in das Anodenmaterial fließen. Idealerweise sollte die Insertion und Extraktion von Ionen während des Ladens und Entladens weder die Materialstruktur verändern noch Nebenreaktionen mit dem Elektrolyten hervorrufen. Die aktuelle Technologie steht jedoch aufgrund des größeren Radius der Natriumionen vor Herausforderungen. Dieser führt zu Veränderungen der Materialstruktur während der Ioneninsertion, was die Zyklenstabilität und -leistung beeinträchtigt.

Vorteile
Energiedichte:Natriumionen-Batteriezellen weisen typischerweise eine Energiedichte von 100–150 Wh/kg auf, während Lithiumionen-Batteriezellen im Allgemeinen zwischen 120 und 200 Wh/kg liegen, wobei hoch-nickelhaltige ternäre Systeme über 200 Wh/kg erreichen. Obwohl Natriumionen-Batterien derzeit eine geringere Energiedichte als ternäre Lithium-Batterien aufweisen, können sie den Energiedichtebereich von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (120–200 Wh/kg) und Blei-Säure-Batterien (30–50 Wh/kg) teilweise überschneiden oder abdecken.

Betriebstemperaturbereich und Sicherheit:Natriumionen-Akkus arbeiten in einem breiten Temperaturbereich, typischerweise von -40 °C bis 80 °C. Im Gegensatz dazu arbeiten ternäre Lithiumionen-Akkus üblicherweise zwischen -20 °C und 60 °C, wobei ihre Leistung unter 0 °C abnimmt. Natriumionen-Akkus können bei -20 °C einen Ladezustand (SOC) von über 80 % aufrechterhalten. Aufgrund ihres höheren Innenwiderstands sind Natriumionen-Akkus zudem weniger anfällig für Überhitzung bei Kurzschlüssen und bieten somit eine höhere Sicherheit als Lithiumionen-Akkus.

Leistung bewerten:Die Lade- und Entladeleistung von Natriumionenbatterien hängt direkt mit der Migrationsfähigkeit der Natriumionen an der Elektroden-Elektrolyt-Grenzfläche zusammen. Faktoren, die die Ionenmigrationsgeschwindigkeit beeinflussen, wirken sich auf die Leistungsfähigkeit der Batterie aus. Darüber hinaus ist die interne Wärmeabfuhrrate entscheidend für Sicherheit und Lebensdauer bei hohen Lade- und Entladeraten. Dank ihrer Kristallstruktur weisen Natriumionenbatterien eine gute Leistungsfähigkeit auf und eignen sich daher für Energiespeicher- und Großanlagen zur Stromversorgung.

Ladegeschwindigkeit:Natriumionen-Batterien können in etwa 10 Minuten vollständig aufgeladen werden, während ternäre Lithium-Batterien mindestens 40 Minuten benötigen und Lithium-Eisenphosphat-Batterien etwa 45 Minuten.

Branchenklassifizierung
Natriumionenbatterien gibt es in verschiedenen Ausführungen, darunter Natrium-Schwefel-Batterien, Natrium-Salz-Batterien, Natrium-Luft-Batterien, wässrige Natriumionenbatterien, organische Natriumionenbatterien und Festkörper-Natriumionenbatterien.

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Im Bereich der Energiespeicherung zählen Hochtemperatur-Natrium-Schwefel-Batterien und Natrium-Metallchlorid-Batterien mit Festelektrolytsystemen zu den wichtigsten kommerziell eingesetzten Natriumbatterien. Diese Systeme verwenden metallisches Natrium als aktives Anodenmaterial und werden daher präziser als Natriumbatterien bezeichnet. Der Begriff Natriumionenbatterie umfasst üblicherweise die drei letztgenannten Batterietypen.

Natrium-Schwefel-Batterien:Diese Batterien verwenden flüssiges Natrium als Anode und elementaren Schwefel als Kathode, wobei festes keramisches Aluminiumoxid (Al₂O₃) als Elektrolyt und Separator dient. Natrium-Schwefel-Batterien weisen eine hohe spezifische Energie auf.

Natrium-Salz-Batterien:Dabei wird flüssiges Natrium als Anode und Metallchloridmaterialien als Kathode verwendet, wobei Na+-leitende Al2O3-Keramik als Elektrolyt dient.

Natrium-Luft-Batterien:Die Kathode besteht typischerweise aus porösen Materialien, die aufgrund ihrer Porosität Wege für die Gasdiffusion und Stellen für Elektrodenreaktionen bieten.

Organische Natriumionenbatterien:Diese verwenden Hartkohlenstoff oder Natrium-interkalierte Materialien für die Anode, wobei Übergangsmetalloxide und polyanionische Verbindungen zu den Kathodenmaterialien gehören.

Wässrige Natriumionenbatterien:Im Vergleich zu Batterien mit organischen Elektrolyten verwenden wässrige Natriumionenbatterien andere Elektrolyte und bieten daher eine höhere Sicherheit.